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Die astrologische Prognose gehört zum Faszinierendsten, was die Astrologie zu bieten hat. Wer möchte nicht gern einen Blick in die Zukunft werfen und erfahren, wie das Leben morgen aussieht!

Bei der astrologischen Prognose für den Einzelnen geht es jedoch um etwas ganz anderes: Nämlich darum, sich über die Zeichen der Zeit klar zu werden, zu erkennen, welche Themen zu welchem Zeitpunkt im Leben „angesagt“ sind, und diese in bestmöglicher Weise bewusst umzusetzen. Aktive Mitwirkung bei der eigenen Lebensgestaltung ist also erforderlich, kein passives Erdulden eines als unabwendbar erachteten Schicksals. Der amerikanische Astrologe Steven Forrest hat den schönen Satz geprägt: "Moderne Astrologen sagen Fragen voraus, nicht Antworten."


Zunächst muss man wissen, dass ein Geburtshoroskop die Planetenstände zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen darstellt. Die Planeten symbolisieren unterschiedliche Seiten unserer Persönlichkeit.

In der Astrologie gibt es viele verschiedene Prognosemethoden. Mit Hilfe dieser Methoden kann man sehen, welcher Planet, also welche Seite der Persönlichkeit gerade oder demnächst „berührt“ wird und welche Themen im Leben des oder der Betreffenden damit in den Vordergrund rücken.

Nehmen wir einmal an, die Venus in Ihrem Horoskop wird gerade berührt. Dann bedeutet dies für Sie, dass es jetzt an der Zeit ist, Ihre weiblichen Seiten - oder, anders ausgedrückt: Ihre Yin-Seiten - weiterzuentwickeln. Auch Beziehungen können in den Mittelpunkt rücken, denn Venus ist ja auch ein Symbol für die Liebe und für unsere Fähigkeit, mit einem anderen Menschen eine Beziehung einzugehen. Oder aber es geht um Ihr Geld bzw. Ihren Besitz; auch das symbolisiert Venus.


Als Nächstes sehen Astrologen dann nach, auf welche Weise sich der betreffende Persönlichkeitsanteil denn ändern soll. Geschieht es durch Frustrationserlebnisse? Das merken wir daran, dass wir mit der herkömmlichen Vorgehensweise nicht mehr weiter kommen, weshalb wir gezwungen sind, neue Strategien zu entwickeln. Wir fühlen uns durch solche Erlebnisse eingeschränkt und leiden. Denken wir nur an einen Strauch, der von Zeit zu Zeit beschnitten werden muss. Dies dient letztlich einem vollen, üppigen Wachstum! Genauso können Frustrationserlebnisse auf lange Sicht ein solides Fundament schaffen. Das geschieht dann, wenn wir uns nicht von ihnen entmutigen lassen, sondern sie vielmehr als Hilfe begreifen, uns neu zu definieren: ohne Schnickschnack, persönlich gereift und mit mehr Klarheit über unsere Ziele, die wir dann auch gezielter angehen können.

Oder geschehen die Veränderungen eines bestimmten Persönlichkeitsanteils durch Verlusterfahrungen? Ob wir eine Beziehung oder eine Arbeitsstelle aufgeben müssen – ein neuer Lebensabschnitt kündigt sich dadurch an. Solche Ereignisse zeigen immer sehr grundlegende Änderungen im Leben an. Damit etwas Neues entstehen kann, muss man erst das Alte loslassen. "Loslassen" ist leicht gesagt, fällt uns aber oft sehr schwer, besonders wenn wir noch nicht wissen, wie denn die Alternative aussieht. Das Neue wird sich aber doch auf die eine oder andere Art machtvoll Bahn brechen.

Manchmal kommen die Veränderungen auch schleichend. Wir nehmen zunächst gar nicht so recht wahr, was da geschieht. Unmerklich lösen sich Dinge auf, die wir bis dahin für verlässlich hielten. Auch hier muss offensichtlich Platz für etwas Neues geschaffen werden, das sich vielleicht ebenso unbemerkt ins Leben schleicht, wie sich das Alte davonmacht.


Das Leben ist ein ständiger Prozess, und wir können, ob uns das gefällt oder nicht, nie auf einer Stufe stehen bleiben. Um uns weiterzuentwickeln, müssen wir immer wieder Altes, Überholtes hinter uns lassen. Wenn wir heranwachsen, müssen wir eines Tages aufhören, Kinder zu sein. Wir machen eine Berufsausbildung und müssen dann einen Beruf ergreifen und Verantwortung übernehmen. Vielleicht bekommen wir selber Kinder und erleben, wie diese ihrerseits Eltern werden und uns zu Großeltern machen. Und so geht es immer weiter.

Jede Art der Veränderung legt auch einen ganz speziellen Weg nahe, damit umzugehen. Auf das, was künftig ansteht, kann uns eine astrologische Prognose aufmerksam machen (siehe Horoskopdeutung). Dann können wir im Sinne der Zeitqualität und im Einklang mit ihr handeln. Schmerzhafte Erlebnisse erscheinen in diesem Licht nicht mehr unverständlich oder gar als Bestrafung, sondern sie können als ein Wegweiser gesehen werden, der uns etwas darüber sagt, welche Vorgehensweise sinnvoll ist und wohin die Reise geht.

Eine so verstandene astrologische Prognose eröffnet ungeahnte Möglichkeiten für die Zukunft. Die meisten Menschen sind sich gar nicht darüber im Klaren, welche Optionen sie haben. Die Astrologie beschneidet uns nicht in unserem freien Willen, sondern sie hilft uns dabei, unsere Gegenwart und unsere Zukunft selbst zu gestalten.

© 2006 Daniela Weise